| |
GPS-Mouse :: GeotaggingGeotaggingDownload Präsentation: Geotagging von JPEG-Files
Wenn man eine aktuelle Linux-Distribution installiert hat, ist das Programm digiKam als Standard-Software für den Umgang mit Bildern aus der Digitalkamera ein Begriff. Verbindet man die Digitalkamera mit dem USB-Anschluss, wird bei den meisten Distributionen nämlich angeboten, die Bilder von der Kamera damit in ein Verzeichnis auf der Festplatte zu kopieren. Dort können sie dann mit dem Programm digiKam gedreht, skaliert oder sortiert werden. Sehr hilfreich ist auch die Möglichkeit, Stichworte (sogenannte Tags) zu den Bildern eingeben zu können, um danach in großen Bilder-Sammlungen auch suchen zu können. Nach dem Geotagging kann man konsequenterweise mit digiKam sogar nach Bilder suchen, die rund um eine bestimmte Koordinate aufgenommen wurden. Eine besondere Stärke von digiKam ist der modulare Aufbau, über Plugins für die Kipi-Plugin-Schnittstelle kann das Programm mit Funktionen erweitert werden, die nicht Bestandteil des Basisprogramms sind. Dazu zählen neben dem Geotagging, auf das hier genauer eingegangen werden soll auch Funktionen wie der Export in HTML-Dateien, als KML-Datei für GoogleEarth oder zu Bilder-Diensten wie FlickR oder Panoramio.
Die meisten Plugins sind bei den üblichen Distributionen auch gleich dabei, so auch das mit dem Namen GPS-Sync, mit dem es möglich ist, die Bilder nach dem Überspielen aus der Kamera direkt mit korrekten Koordinaten aus dem GPS-Empfänger zu versehen. Dies ist dabei nicht der Hauptzweck der Software, wie es bei anderen für diesen Zweck erstellten Programmen der Fall ist, sondern ein Arbeitsgang der zur Bilder-Verwaltung zusätzlich möglich ist. Das funktioniert in der Praxis verblüffend einfach. Nachdem die Bilder in ein Verzeichnis kopiert wurden lassen sich alle markieren und über das Bild-Menü der Geo-Lokalisator starten. Hier kann man auch für jedes Bild die Koordinaten auf einer Karte wählen, allerdings ist es am komfortabelsten, wenn man eine Datei des GPS-Tracking im Austauschformat (GPX) zur Verfügung hat. Danach muss man nur noch die Zeitdifferenz angeben, um die die GPS-Zeit von der Kamera-Zeit abgewichen hat. Daher ist es immer eine gute Idee, am Anfang einer Fotostrecke ein Bild von der Zeit auf dem GPS-Empfänger zu machen. Die Angabe der Differenz in Minuten war für den Testfall von Bildern, die während einer Busfahrt aufgenommen wurden, leider schon etwas zu ungenau. Die ausgewählten Bilder bekommen dann Koordinaten zugeordnet, die sich aus dem Programm auf Google Maps überprüfen lassen. Wenn ein Bild zwischen zwei Wegpunkten in der GPX-Datei aufgenommen wurde, so werden die Koordinaten übrigens interpoliert. Die ermittelten Koordinaten lassen sich schließlich mit einem Mausklick unverlierbar als Exif-Information in die JPG-Dateien schreiben. Eine Überprüfung mit dem exiftool auf der Linux-Konsole ergab dann auch, dass die Geodaten mit einer für diese Anwendung vertretbaren Genauigkeit und in verschiedenen Varianten in die Bilddateien geschrieben wurden. Auch der Export in HTML-Dateien zur komfortablen Darstellung im Browser sowie die Erstellung einer KML-Datei für GoogleEarth konnte überzeugen. |
SucheNavigationTest Berichte |