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GPS-Mouse :: Meta-DatenMeta-DatenUnter JPEG verstehen die meisten Computeranwender Bilder in Dateiform. Das ist so nicht ganz richtig, JPEG ist die gebräuchliche Bezeichnung für eine ISO-Norm für verschiedene Methoden der Bildkompression. Dabei geht die Bezeichnung JPEG geht auf das Gremium Joint Photographic Experts Group zurück, die maßgeblich an der Entwicklung dieser Norm beteiligt war.
Die Dateien erhalten üblicherweise die Erweiterung „.jpg“ oder „.jpeg“ und werden allgemein auch als JPG-Dateien bezeichnet. Sie enthalten mit dem JPEG-Verfahren komprimierte Daten, das Dateiformat ist allerdings meist JFIF, von daher ist die Erweiterung des Dateinamens auch etwas unglücklich gewählt. Das dreibuchstabige JPG statt JPEG kommt übrigens von der Unzulänglichkeit des damals verbreiteten MS-DOS-Systems mehr als drei Zeichen für die Erweiterung des Dateinamens verwenden zu können. Mit der Speicherung in JFIF-Dateien (darum handelt es sich genau genommen bei allem, was einem heute als JPG-Datei unterkommt) sind auch Einschränkungen verbunden, die die JPEG-Komprimierung an sich gar nicht kennt. So ist der Farbraum, der den Bildern zugrunde liegt entweder RGB (Rot-Grün-Blau) oder YcbCr (wie beim Fernsehbild).
Neben den Bild-Daten können in der JFIF-Datei aber auch sogenannte Exif-Daten untergebracht werden. Exif ist die Abkürzung für „Exchangeable Image File Format“ und keine Norm, sondern ein von der japanischen Industrie geprägter Standard. Die „Japan Electronics and Information Technology Industries Association“, kurz auch „JEITA“ ist eine japanische Organisation zur Standardisierung von elektronischen Bauelementen und Geräten. Insbesondere die Hersteller von Digitalkameras hatten ein Interesse daran, Meta-Daten (also beschreibende Informationen zu den eigentlichen Bild-Daten) zusammen mit dem Bild einer Digitalkamera abzuspeichern. Sie erkannten das Potential an Anwendungsmöglichkeiten, wenn diese Daten dann von den unterschiedlichsten Programmen ausgewertet und verwendet werden können. Die Exif-Daten werden direkt in die Bilder-Datei in den im sogenannten Header Bereich am Anfang der Bilddatei vor den eigentlichen Bildinformationen geschrieben. Auf diese Weise sind die Meta-Daten mit den Bild-Daten fest verbunden und gehen bei der Übertragung und Speicherung auf andere Medien nicht versehentlich verloren. Die meisten Kameras können heute zumindest die wichtigsten Daten wie Datum und Uhrzeit, Hersteller und Modell sowie Angaben zu Optik und Belichtung ablegen. Besondere Bedeutung bekommen die Exif-Daten allerdings für die Foto-Verortung während der Aufnahme oder das nachträglich durchgeführte Geotagging. Im idealen Fall hat die Kamera schon einen GPS-Empfänger eingebaut, wie es bei modernen Mobiltelefonen bereits der Fall ist. Dann können die Koordinaten im WGS84-Format direkt ermittelt und direkt nach der Aufnahme gespeichert werden. Der Exif-Datensatz enthält dann neben den erwähnten Angaben auch Längengrad und Breitengrad im WGS84-Format, die dann genau wie Datum und Uhrzeit von Anwendungsprogrammen oder Webservices verwendet werden können. Dies ist aber für Digitalkameras eher die Ausnahme, da sie ihre geografische Postion nicht feststellen kann. Für das Geotagging sollten daher Datum und Uhrzeit auf dem richtigen Stand sein, weil dann in Verbindung mit dem Tracklog eines mit der Kamera mitgeführten GPS-Empfängers die Position zum Zeitpunkt der Aufnahme später ermittelt und in der Exif-Daten ergänzt werden kann. Erst durch das Geotagging werden so die Exif-Daten jedes Bildes später um die Geo-Positionsdaten ergänzt, die die Kamera zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht eingetragen konnte. |
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